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Beiträge zur wissenschaftlichen Tagung Malbork około 1800 / Marienburg um 1800, 28.–29. Mai 2019

Muzeum Zamkowe w Malborku, Malbork 2024

Museum Malbork

Projektbeschreibung

Der Band Malbork około 1800 / Marienburg um 1800 dokumentiert die Beiträge der deutsch-polnischen Konferenz, die im Mai 2019 im Konferenzzentrum Karwan auf der Marienburg stattfand. Die 2024 vom Schlossmuseum in Malbork unter der Redaktion von Justyna Lijka und Christofer Herrmann veröffentlichte Publikation vereint neun umfangreiche, reich illustrierte Beiträge zu den kulturellen, architektonischen und ideengeschichtlichen Entwicklungen um 1800 in Preußen und im weiteren europäischen Kontext der beginnenden Moderne. Im Mittelpunkt steht dabei der Wandel in der Wahrnehmung der Marienburg – von einer Anlage mit militärischer und administrativer Funktion hin zu einem symbolisch aufgeladenen Monument, an dem sich moderne Vorstellungen von Denkmalpflege und der Erhaltung mittelalterlicher Architektur zu entwickeln begannen. Die Publikation ordnet die Geschichte der Marienburg in den weiteren Kontext der europäischen Romantik, des Wandels historiographischer Perspektiven sowie des wachsenden Interesses am Mittelalter in künstlerischen, intellektuellen und administrativen Kreisen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert ein.

Sprachliche Herausforderung

Der Band vereint Beiträge aus den Bereichen Kunstgeschichte, Architekturgeschichte, Geschichte des Deutschen Ordens sowie zur Rezeption des Mittelalters in der Moderne. Die Übersetzung erforderte die Arbeit an einem methodisch und terminologisch stark differenzierten Material, das zugleich in der deutschen und polnischen Forschungstradition verankert ist. Die einzelnen Beiträge waren in unterschiedlichen wissenschaftlichen Sprach- und Argumentationsformen verfasst – von Analysen der Architektur und Ikonographie über historiographische Fragestellungen und Reflexionen zur romantischen Wahrnehmung von Ruinen bis hin zu Texten über Denkmalpflege, preußische Verwaltung und die Veränderungen des historischen Bewusstseins um 1800. Eine besondere Herausforderung bildete die Terminologie zur Denkmalpflege des 19. Jahrhunderts, zur preußischen Verwaltung, zur Geschichte des Deutschen Ordens sowie zur mittelalterlichen Architektur. Zugleich galt es, trotz der stilistischen und methodischen Unterschiede zwischen den Autorinnen und Autoren die begriffliche Konsistenz des gesamten Bandes zu wahren. Da die Publikation parallel in deutscher und polnischer Sprache erscheint, erforderte die Übersetzung neben inhaltlicher Präzision auch die Berücksichtigung der unterschiedlichen Konventionen wissenschaftlicher und musealer Fachsprache innerhalb beider Forschungstraditionen.

Arbeitsansatz und Arbeitsmethode

Die Übersetzungsarbeit beruhte auf der Analyse der in der Fachliteratur gebräuchlichen Terminologie sowie auf einer vergleichenden Lektüre der Texte in beiden Sprachfassungen. Jeder Beitrag wurde unter Berücksichtigung seiner jeweiligen Argumentationsstruktur und methodischen Ausrichtung bearbeitet. Besondere Aufmerksamkeit galt der Terminologie aus den Bereichen Architekturgeschichte, Geschichte des Deutschen Ordens, romantische Kunsttheorie sowie Denkmalpflege des 19. Jahrhunderts. In den Abschnitten zu Ikonographie und Architektur standen die Präzision der formalen Beschreibung sowie die Orientierung an der in kunsthistorischen und musealen Publikationen gebräuchlichen Terminologie im Vordergrund. Texte mit historiographischer Ausrichtung erforderten wiederum eine klare Unterscheidung zwischen der Beschreibung der Quellen, den Interpretationen der Autorinnen und Autoren sowie der Rekonstruktion historischer Deutungsmuster. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit war zudem die Wahrung eines einheitlichen sprachlichen Registers sowie die Vereinheitlichung der in verschiedenen Teilen des Bandes wiederkehrenden Terminologie. Die redaktionelle Bearbeitung umfasste darüber hinaus die Anpassung der Übersetzung an die Standards wissenschaftlicher Museumspublikationen sowie die Wahrung der Kohärenz zwischen der polnischen und der deutschen Fassung des gesamten Bandes.

Ergebnis und Rezeption

Als Ergebnis entstand die Übersetzung eines Tagungsbandes zu den kulturellen und architektonischen Veränderungen im Umfeld der Marienburg und Preußens um 1800. Die Publikation richtet sich an Kunst- und Architekturhistorikerinnen und -historiker, Museumsfachleute sowie an Forschende, die sich mit der Geschichte des Deutschen Ordens, der Romantik, der Denkmalpflege und der Rezeption des Mittelalters in der europäischen Kultur befassen. Der Band ermöglicht die Rezeption der Texte im deutschen und polnischen wissenschaftlichen sowie musealen Kontext und wahrt dabei die terminologische und methodische Kohärenz der gesamten Publikation. Die Publikation kann in Forschung, Museumsarbeit und Lehre eingesetzt werden und entspricht zugleich den Standards zeitgenössischer wissenschaftlicher Veröffentlichungen im Bereich der Kunstgeschichte und des kulturellen Erbes.

Dominik
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