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Jan Biliszczuk, Leszek Budych, Józef Rabiega: Most Grunwaldzki - Kaiserbrücke 1910-2010.

Mosty Dolnośląskie, Wrocław, 2010

Projektbeschreibung

Die Publikation Most Grunwaldzki – Kaiserbrücke. 1910–2010 ist eine monografische Untersuchung eines der zentralen Ingenieurbauwerke der Stadt Wrocław und behandelt die Geschichte der Brücke über einen Zeitraum von hundert Jahren. Der Band verbindet eine historische Analyse mit einer technischen Betrachtung und dokumentiert die Phasen von Planung, Ausführung und Modernisierung ebenso wie den Wandel der funktionalen Bedeutung des Bauwerks im städtebaulichen und verkehrlichen Kontext. Als interdisziplinär angelegte Studie verortet die Publikation die Brücke sowohl als ingenieurwissenschaftliches Objekt als auch als Bestandteil des architektonischen Erbes und als Ausdruck politischer sowie kultureller Transformationsprozesse.

Sprachliche Herausforderung

Eine besondere Herausforderung stellte die Arbeit mit einem technischen und historischen Fachtext dar, in dem sich die Fachsprache der Architektur- und Brückenbaugeschichte mit einer historischen Darstellung verbindet. Die Publikation arbeitet mit präziser Terminologie aus den Bereichen Stahlbau, Statik, Bautechnologie und Denkmalpflege. Die Übersetzung erforderte die konsequente Sicherung der begrifflichen Eindeutigkeit technischer Termini sowie die Wahrung der Stabilität der historischen Nomenklatur, insbesondere im Hinblick auf frühere Bezeichnungen, konstruktive Lösungen und die administrativen Rahmenbedingungen zur Zeit der Entstehung der Brücke.

Arbeitsansatz und Arbeitsmethode

Die Übersetzung beruhte auf einer strikten terminologischen Kontrolle sowie auf der konsequenten Ausrichtung der Syntax an der Logik der technischen Beschreibung. Jeder Textabschnitt wurde als Bestandteil einer übergeordneten argumentativen Struktur verstanden, in der die Präzision der Information Vorrang vor stilistischer Glätte besitzt. Die Arbeitsweise sah die durchgängige Verwendung etablierter Äquivalente für ingenieurtechnische Terminologie sowie eine klare Trennung zwischen faktografischer Darstellung und historischem Kommentar vor. Wo es erforderlich war, wurde die Satzstruktur im Hinblick auf die Lesbarkeit in der Zielsprache geordnet, ohne in den fachlichen Gehalt einzugreifen.

Ergebnis und Rezeption

Das Ergebnis der Arbeit ist eine Übersetzung, die es der Publikation ermöglicht, im internationalen Kontext als vollwertige technisch-historische Monografie zu funktionieren. Der Band richtet sich an Ingenieurinnen und Ingenieure, Architektinnen und Architekten, Technik- und Architekturhistorikerinnen und -historiker, Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger sowie an Forschende zur Geschichte von Wrocław und seiner technischen Infrastruktur. Die Übersetzung erfüllt eine dokumentarische und erkenntnisleitende Funktion, indem sie eine konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Bauwerk und seiner Geschichte ermöglicht, ohne interpretative Akzente zu verschieben oder die Präzision der Darstellung zu relativieren.

Dominik
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